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DIE GESCHICHTE DES HOFGUTS ALGERTSHAUSEN

Seit 1968 gehört das schöne Hofgut bereits zur Augustinum Gruppe. Die Geschichte des Anwesens ist allerdings schon viel älter. Ein Überbleibsel ist bis heute präsent – unsere historische Augustinus Kapelle aus dem Jahr 1812. Lesen Sie hier über den interessanten Werdegang  von Algertshausen.

ÄLTER ALS DIE ERSTE ERWÄHNUNG

Algertshausen wird erstmals 1275 n.Chr. in einem Besitzverzeichnis Ludwigs des Strengen, Herzog von Bayern erwähnt. Orte mit dem Grundwort „-hausen“ gehören der frühen Siedlungsgeschichte Bayerns im 8. oder 9. Jahrhundert an, typisch für die Region zwischen Lech und Isar. Daher ist Algertshausen tatsächlich wahrscheinlich sogar älter als seine erste Erwähnung. Vermutlich war es schon immer ein ländliches Anwesen.

Ab einem nicht überlieferten Zeitpunkt gehörte Algertshausen zur Hofmark Greifenberg. 1671 ist Algertshausen erstmals wieder im Steuerbuch erwähnt, es spricht von zwei halben Höfen namens „Michlbauer“ und „Ulrichbauer“ (nach den Vornamen ihrer Besitzer).

EINE KAPELLE WIRD ERRICHTET

1812 errichteten die katholischen Eheleute und Bauern Sedlmayr, die dem „Michlhof“ angehörten, eine hölzerne Kapelle unmittelbar in der Nähe ihres Anwesens. Während des Baus soll im Bauernhaus ein Bild von der Wand gefallen sein und man schloss daraus, dass der Sohn Gottes ein Zeichen gegeben hat, er verlange eine ordentliche Kapelle. Zwei Jahre später wurde sie in einen Steinbau umgewandelt und diente in den Folgejahren als beliebte lokale Wallfahrtskirche.

ST. OTTILIEN IN SICHTWEITE

Dies führte in den umliegenden Gemeinden zu Unmut, deshalb wurde dem Kirchlein vom Ordinariat Augsburg 1828 die Messlizenz entzogen. Bis 1848 versuchten die Nachkommen der Sedlmayrs die Lizenz zurückzuerhalten, was jedoch nie mehr bewilligt wurde. Anfang der 1880er verschmolzen die beiden Höfe zu einem Anwesen.

1884 ließen sich in direkter Nachbarschaft Benediktiner aus der Abtei Beuron nieder und gründeten dort ein eigenes Kloster.

1899 wurde die Herz-Jesu-Kirche von St. Ottilien fertiggestellt, deren Turm vom Hofgut bis heute gut zu sehen ist.

1925 wurde das Hofgut an einen Landwirt verkauft. Kurz vor dem 2. Weltkrieg diente es als Versuchsgut für die Brauerei Weihenstephan für Saatgut- und Düngererprobung.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde es erneut als Bauernhof verpachtet.

DAS AUGUSTINUM ERWIRBT ALGERTSHAUSEN

1968 erwarb das Augustinum das Gut. Es entstand ein moderner landwirtschaftlicher Betrieb, der nach den neuesten Prinzipien und unter Berücksichtigung ernährungswissenschaftlicher Forderungen arbeiten sollte.

Es gab 110 Mastplätze für Bullen 220 für Schweine in neuen Stallungen mit vollmechanisierten Fütterungsanlagen. Zur Lagerung und Zubereitung des im eigenen Anbau gezogenen Kraftfutters aus Mais, Weizen und Gerste wurden vier Großsilos errichtet, außerdem entstand eine voll automatisierte Metzgerei.

NEUBAU AUF ALTEM GRUNDRISS

1971 wurden die alten Wirtschafts- und Wohngebäude zu großen Teilen abgerissen und neu erbaut. Der Grundriss und das äußere Erscheinungsbild blieben aber weitestgehend erhalten. In einem Teil des Gebäudes wurde eine Akademie zur Schulung neuer Mitarbeiter in der Jugendarbeit, Krankenpflege und der Altersfürsorge des Augustinum errichtet, außerdem ein Kaminzimmer, Gruppenräume und ein Restaurant.

Die landwirtschaftliche Arbeit im Stall und auf den Äckern und die Metzgerei wurden zunächst fortgeführt. 1982 kaufte die Stadt München alle landwirtschaftlichen Flächen und zum Schutz der Gemeinnützigkeit des Augustinum musste schließlich auch die Viehzucht aufgegeben werden.

Die Metzgerei versorgte die umliegenden Häuser des Augustinum sowie externe Kunden bis 1992 mit hoher Qualität. Im Kostenwettbewerb am Fleisch- und Wurstmarkt konnte sie aber schließlich nicht mehr mithalten.

UMBAU ZUM MODERNEN TAGUNGSHAUS

In der Folgezeit wurde das Hofgut Algertshausen nur noch als Fortbildungsstätte des Augustinum genutzt. 2005 wurde das Haus einer Generalrenovierung unterzogen und an ein modernes Tagungshotel angepasst.

2018 öffnet das schöne Hofgut mit seinem weitläufigen Außenbereich erstmals unter neuem Konzept nicht nur für externe Tagungsgäste, sondern auch für private Feierlichkeiten unter der Woche und am Wochenende.

 

 

*alle hier zusammengetragenen Informationen stammen aus dem Heft „Hofgut Algertshausen – Geschichte des Schulungs- und Tagungszentrums des Augustinum“, herausgegeben 2018 von der Augustinum gemeinnützige GmbH

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„Durch die kleine historische Kapelle wird die Geschichte des Hofguts greifbar. Heute bieten sich hier unendlich viele Möglichkeiten für ein schönes Fest, eine produktive Tagung oder eine mehrtägige Veranstaltung. Kulinarik, Service, Ambiente – einfach ein tolles Angebot.“

– Jochen Schrade

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